Kurzzeittarif für Bojen in Cala Formentor

28.07.2016

Rund um Mallorca werden Festmachebojen für Yachten manchmal etwas später ausgelegt als angekündigt. So war es 2016 auch in der beliebten Cala Formentor im Norden Mallorcas. Hier bietet der neue Betreiber erstmals einen Kurzzeit-Tarif an.

Das berichtet auf Nachfrage der neue Konzessionsinhaber für das Bojenfeld, die Fundació (Stiftung) Nous Vents. Sie ist Teil der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Projecte Home, die sich um die Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen kümmert. Die Erlöse aus der Vermietung kommen dieser Arbeit zugute.

Die Konzession wurde für vier Jahre erteilt und läuft bis 2019. Dass die Bojen in diesem Jahr erst Ende Juni am Platz waren, lag jedoch weniger an der Neuvergabe der Konzession, sondern vor allem an der Gemeinde Pollensa, die sich mit einem neuen Gesamtkonzept für die die wassersportlichen Aktivitäten im Gemeindegebiet verzettelt hatte. Viele Firmen gerieten dadurch in echte Schwierigkeiten, weil sie bis weit nach Pfingsten keine Genehmigungen vorliegen hatten.

Für kurze Aufenthalte an einer Boje hat der Betreiber festgelegt, dass dann nur die Gebühr für die nächstkleinere Kategorie berechnet wird. Für einen Aufenthalt bis zu 5 Tagen ist keine Reservierung notwendig. Ein Boot mit dem Namen „Nova Natura II“ ist zum Kassieren im Bojenfeld unterwegs. Einwohner der Gemeinde Pollensa können eine der 15 blauen Bojen bis zu 24 Stunden kostenlos nutzen, müssen sich aber ausweisen können.

Wer sich anmelden möchte, kann dies über diese Wege tun:

Tel. Büro. +34 971-793750 (plus 42 oder 44 am Ende; Montag bis Freitag 9-15 Uhr) und +34 628 131 290 (Mobil)

Mobil (im Bojenfeld): +34 606 090 131 

UKW-Kanal 71

E-Mail: boiesformentor@projectehome.com 

Mehr zum Bojenfeld auch auf dieser Webseite:

www.boiesformentor.org

Die Tarife für die Bojen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert (hoch). 

Neues Buchungssystem für Bojenfelder

05. 06. 2016

Elf Bojenfelder gibt es aktuell auf den Balearen: drei in Konzession von Club Náuticos, eines betrieben vom Verein Hisambla in der Cala Formentor und sieben weitere, zuletzt in öffentlicher Verwaltung  (Balearslifeposidonia). Deren Buchung wurde jetzt neu organisiert.

 

Balearslifeposidonia war ein von der EU-finanziertes Projekt zum Schutz der Seegraswiesen, über die dazugehörige Webseite konnten bis zuletzt die dazu installierten Bojen gebucht werden. Doch das ist seit dem 1. Juni 2016 nicht mehr möglich, schreibt Balearen-Segler Thorsten Dimnik. Er besuchte zur Törnvorbereitung die entsprechende Webseite, wo jetzt eine Weiterleitung eingebaut ist, die zu www.cbbasea.com führt. Dahinter verbirgt sich das „Centre Balear de Biologia Aplicada, S.L.“, das „Zentrum für Angewandte Biologie der Balearen“, eine GmbH.

 

Das Buchen einer Festmache-Bojen erfolgt hier auf Spanisch, Deutsch, Englisch oder Katalan. Die Bojenfelder sind ausgelegt wie im Vorjahr, auf Mallorca in der Cala Blava und vor Sant Elm, auf Menorca bei Illa den Colom und  rund Ibiza/Formentera in Espalmador, in der Caló de S´Oli und in Ses Salines de Ibiza.

 

Zur Buchung ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Neben persönlichen Daten und Angaben zum Schiff ist ein Scan der Bootspapiere über die Internetseite hochzuladen. Aktuell scheint die Buchungsseite noch in einer „Beta-Version“ zu sein. Die Übersetzungen sind etwas holperig, die angebotenen Links teilweise nicht verknüpft und die angebotene App für iOS und Android ist noch nicht verfügbar.

 

Die Buchung an sich funktioniert problemlos. Nach der Bezahlung erhält man umgehend eine Buchungsbestätigung mit Reservierungsnummer. Eine Stornierung mit Kostenerstattung ist nicht möglich. Bei Verfügbarkeit kann aber kostenlos in ein anderes Bojenfeld umgebucht werden.

 

Nachdem die Bojen 2013 kostenpflichtig wurden, sind die Preise weitgehend unverändert geblieben. Jedoch ist die maximale Bootslänge auf 16 Meter verringert worden.

 

Preise 2016:

Bootslänge bis 8 Meter: € 13,34

Bootslänge bis 14 Meter: € 29,10

Bootslänge bis 16 Meter: € 48,50

 

Es gibt ein Kundentelefon, erreichbar von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 19 Uhr, +34 971 439 779  und 971 439 752, und ein Kontaktformular auf der Startseite der Webseite.

 

Tarife, Proteste, Demontage...

Im Norden Mallorcas weniger Bojen
(12.10.2014)

Sie waren ein Ärgernis hoch drei, die teuren Bojenfelder in der Bucht von Pollensa im Norden Mallorcas und vor Cala Blava in der Bucht von Palma. Doch nach Protesten 2013 wurde zum Sommer 2014 das Bojenfeld vor der Punta Avenzada, gerade eine Seemeile vor Port de Pollensa, nicht wieder ausgelegt. Dafür darf hier wieder geankert werden, aber nur über sandigen Stellen, die nicht von Posidonia-Seegras bedeckt sind.

Diese Veränderung geht zurück auf den Widerstand einheimischer Wassersportler gegen die seit 2013 erhobenen Gebühren, schon für die stundenweise Nutzung. Bis 2012 waren die Bojenfelder auf den Balearen zum Erhalt der Seegrasfelder kostenlos nutzbar gewesen (bis auf eine Ausnahme), was dem Schutzgedanken deutlich mehr entsprach.

Das privat betriebene Bojenfeld in der Cala Formentor, zwei Seemeilen entfernt Richtung Cabo Formentor , konnte bis Ende Juni 2014 kostenlos genutzt werden, danach kassierte der Betreiber und Konzessionär Hisambla Gebühren in gewohnter Höhe, für 13 m Bootslänge zum Beispiel 28 EUR. Und zwar unabhängig davon ob man nur für kurze Zeit bleiben wollte oder über Nacht.

Ohne das Bojenfeld vor der Punta Avenzada gibt es rund Mallorca noch die Bojenfelder vor Sant Elm im Westen der Insel und vor der Ortschaft Cala Blava im Osten der Bucht von Palma, die zum Programm „Balearslifeposidonia“ gehören, Reservierungs-Webseite www.balearslifeposidonia.eu. Vor Ibiza/Formentera sind es drei, zwei vor Menorca Bojenfelder.


Preise 2014:
Bootslänge bis 8 Meter: € 13,33
Bootslänge bis 14 Meter: € 29,10
Bootslänge bis 18 Meter: € 48,50


Erstmals Gebühren
für Bojenfelder
(03.06.2013)

2006 wurden mit EU-Mitteln rund um die Balearen-Insel Mallorca, Mencora, Ibiza und Formentera zehn Bojenfelder zum Schutz der Posidonia-Seegrasfelder ausgelegt. Seit Juni verlangt die Balearen-Regierung nicht unerhebliche Gebühren für das Festmachen, nach Bootsgröße gestaffelt. Das hat schon zu Protesten geführt und es bleiben vielfach Bojen ungenutzt, was dem Ziel, das Seegras zu schützen, entgegen läuft. 

Die Bojen sind für den Zeitraum zwischen dem 1. Juni und 30. September buchbar, Interessenten müssen sich vorab im System registrieren. Die Buchungen können bis 11 Uhr des Ankunftstages vorgenommen werden, die Ankunft an den reservierten Bojen muss zwischen 12 und 18 Uhr erfolgen. Wer später als 18 Uhr an der Boje ankommt, kann die Buchung verlieren. Am Abfahrtstag müssen die Bojen vor 11 Uhr verlassen sein.


Preise 2013:
Bootslänge bis 8 Meter: € 13,31
Bootslänge bis 15 Meter: € 29,04
Bootslänge bis 20 Meter: € 48,40

Die Boote mit bestätigten Buchungen, die ihre Boje zwischendurch verlassen möchten, sind gehalten, den Betreuer des Bojenfelds über UKW-Kanal 77 zu informieren, damit er die Boje bis zur Rückkehr reservieren kann. Sonst gibt es keine Garantie, dass die Boje frei bleibt.


Nur ein Boot pro Boje ist möglich. Außerdem ist es nicht gestattet, zwischen den Bojen zu ankern und auch nicht auf Seegras, sondern nur über Sandflächen.